Reisebericht

Zebra
Leopard
Löwen
Elefant
Vogel
Namibia 2013
drei Tropfen Regen

Sonntag, 17. November 2013

Ein wundervoller afrikanischer Morgen, vor Tau und Tag schäkern die Perlhühner aufgeregt, das sind sie ja immer. Schnell kommen das Licht und die Sonne um 6 Uhr. Bäume und Sträucher zeichnen schwarz filigran im Morgenlicht – die Vögel erwachen. Quesvögel (Turakos) und natürlich Tauben, ohne deren stetes Gurren Afrika nicht vorstellbar ist. Mit einem Roibostee auf der kleinen Terrasse vor meinem Dik Dik Bungalow geniesse ich den Sonnenaufgang und das Erwachen eines neuen strahlenden Tages. Keine Geräusche der Zivilisation, Wind in den dürren Palmwedeln, Vogelrufe, Taubengurren.

Ein genussvolles Frühstück auf der Farmterasse Etusis, alles selbstgemacht, deftig-körniges Landbrot, Wurst, Konfitüre, Spiegeleier-looking at me.

Wir machen einen Farmrundgang, Museum mit vielen Exponaten aus der frühen Siedlerzeit, Kirchenfenster von Otjimbingwe, eine schwere Holztüre der Kamelstallung der Schutztruppe. Rindermelkstall, altes Farmhaus, Store, Gemüsegarten, Pferdestallung, alles prächtig in Ordnung. Der kleine Wassergarten ist eine Oase, eifrig bauen die Webervögel ihre hängenden Kugelnester in der Weide über dem Wasser.

Immer begleiten uns Paulchen, der Jack Russel und der Dackel.
Ein erfrischendes Bad im Pool, die Gruppe geniesst die Ruhe im Garten nach der Reise bis zum Salatlunch. Viele Vögel am Futterbrett an der Hirse – Weber in Pracht und ihre spatzengrauen Weibchen, Widiafinken, Schnäpper, Perlhuhntrupps und Rotschnabelfrankoline laufen im trockenen Hausdamm.

Mittagsruhe bis zum Kaffee und Streuselkuchen.

Mir vollbeladenem Pirschwagen geht es dann auf Pad. Herbert, der Farmverwalter erklärt Geologie, Marmorvorkommen, Flussverläufe und die so charakteristische Trockenvegetation. Flaschenbäume, Papierbäume, Blutbäume leuchten im Gegenlicht. Vorbei am Berghaus und dem Wasserfall sichten wir die ersten Bergzebras. Scheu sichern sie, die Fohlen hinter den Stuten, der Hengst gegen uns in der Bergflanke. Wir fahren über den trockenen Thekidamm, der uralte riesige Feigenbaum thront auf der Insel. Bei jedem Halt flitzen die Hunde auf Pirsch.
Steil geht es auf den Sundownerhill und der Gin tonic kommt genau richtig im Moment des Sonnenuntergangs in der Steppe.

Beim wieder vorzüglichen Abendessen mit Blick auf die solarbeleuchtete Wasser mit gravitätisch zögernden Schritten anrückender Kudus geniessen wir die kleinen gefüllten Squashkürbisse.

Nach dem Essen ein gemütliches recap am Feuer über Basutopferde, die hier auf Etusis eine neue Zuchtheimat gefunden haben.

Unter Vollmond mit tiefen Schatten der Kakteen wandern wir in unsere Quartiere.